Bohrerodieren, Gewinde-Erodieren und Startlochschießen
Bohrerodieren bei BCP-Technik steht für präzise, wirtschaftliche und reproduzierbare Bohrbearbeitung in leitfähigen Werkstoffen. Mit unserer hochwertigen AGEMA Bohrerodiermaschine realisieren wir feinste Startlochbohrungen, Mikrobohrungen, Sacklochbohrungen und Funktionsbohrungen in Stahl, gehärtetem Stahl und Hartmetall.
Im Bereich Lohnerodieren ist genau das ein entscheidender Unterschied: Viele Betriebe verfügen über Drahterodiermaschinen, Senkerodiermaschinen und Anlagen zum Startlochschießen. Eine hochwertige Maschine für anspruchsvolles Bohrerodieren in dieser Qualität ist dagegen deutlich seltener. Genau hier liegt unsere Stärke.
Mit unserer AGEMA-Technologie fertigen wir Bohrungen mit hoher Präzision und sehr guter Oberflächen- und Prozessqualität. Besonders bei kleinen Durchmessern, bei Hartmetall und bei anspruchsvollen Werkstoffen zeigt sich der Vorteil gegenüber einfachem Startlochschießen.
Startlochbohrungen / Startlochschießen
Das Startlochschießen ist in vielen Betrieben ein Standardverfahren. Beim hochwertigen Bohrerodieren mit AGEMA geht die Leistungsfähigkeit jedoch deutlich weiter. Wir fertigen Startlochbohrungen nicht nur schnell, sondern auch mit hoher Präzision und sehr guter Reproduzierbarkeit.
Besonders bei Startlochbohrungen in Hartmetall spielt unsere Technologie ihre Stärken aus. In Durchmesserbereichen von 0,4 bis 1,2 mm sind in Hartmetall hohe Bohrleistungen von bis zu 10 mm/min möglich. In Stahl sogar bis zu 40 mm/min. Damit ist unser Bohrerodieren ideal für anspruchsvolle Anwendungen, bei denen Bohrqualität, Genauigkeit und Prozesssicherheit im Vordergrund stehen.
Im Vergleich zu einfachem Startlochschießen profitieren unsere Kunden von:
- höherer Qualität bei kleinen Bohrungen
- sehr guter Reproduzierbarkeit
- hoher Präzision bei der Positionierung
- sauberer Bearbeitung auch in Hartmetall
- wirtschaftlicher Fertigung im Rahmen des Lohnerodierens
Tieflochbohrungen
Mit unserem Bohrerodieren machen wir dort weiter, wo das klassische Tieflochbohren aufhört. Vor allem bei Durchmessern unter 2 mm stößt das Tieflochbohren schnell an seine Grenzen. Die Bohrerosion eröffnet hier Möglichkeiten, die mit spanabtragenden Verfahren kaum oder gar nicht erreichbar sind.
Besonders mit unserer AGEMA-Maschine lassen sich extrem tiefe Bohrungen bei kleinsten Durchmessern herstellen. So können wir zum Beispiel mit einer 0,30 mm Elektrode mühelos 60 mm tief bohren.
Da beim Bohrerodieren die Härte des Materials keine Rolle spielt, sind auch Bohrungen mit sehr hohem Aspektverhältnis in gehärtetem Stahl oder Hartmetall möglich. Ob 0,12 mm Durchmesser bei 10 mm Tiefe oder 1,0 mm Durchmesser bei 200 mm Tiefe – wir machen es möglich.
Mikrobohrungen
Eine besondere Stärke unseres Bohrerodierens liegt in der Herstellung feinster Mikrobohrungen. Mit Elektrodendurchmessern ab 0,05 mm und Bohrungsdurchmessern ab 0,06 mm realisieren wir hochpräzise Bohrungen für anspruchsvolle technische Anwendungen.
Kleine Bohrungen erfordern nicht nur eine geeignete Maschine, sondern auch Erfahrung, Prozesssicherheit und reproduzierbare Fertigungsbedingungen. Genau das bieten wir im Lohnerodieren mit AGEMA. Die hohe Positioniergenauigkeit von unter 0,01 mm und die Reproduzierbarkeit des Bohrungsdurchmessers von ca. 0,01 mm schaffen die Grundlage für exakt definierte Ergebnisse.
Unser Bohrerodieren eignet sich daher besonders für:
- Mikrobohrungen in Hartmetall
- Mikrobohrungen in gehärtetem Stahl
- feine Funktionsbohrungen
- präzise Startlochbohrungen
Funktionsbohrungen
Mit unserem Bohrerodieren fertigen wir nicht nur präzise Startlochbohrungen, sondern auch Bohrungen mit Funktion. Gerade darin liegt ein großer Vorteil des Verfahrens: Die Bohrung dient nicht nur als Startloch für einen Folgeprozess, sondern kann direkt eine technische Aufgabe im Bauteil übernehmen.
Typische Anwendungen für solche Funktionsbohrungen sind zum Beispiel:
- Düsenbohrungen
- Schmierkanäle
- Kühlbohrungen
- Spülbohrungen
- Entlüftungsbohrungen
Besonders bei kleinen Durchmessern, hohen Anforderungen an die Präzision und schwer bearbeitbaren Werkstoffen spielt das Bohrerodieren seine Stärken aus. Da die Härte des Materials beim Erodieren keine entscheidende Rolle spielt, lassen sich auch in gehärtetem Stahl und Hartmetall hochpräzise Funktionsbohrungen herstellen.
Ein weiterer Vorteil: Durch den rechteckigen Elektrodenabbrand sind zylindrische Sacklöcher sehr gut realisierbar. Dadurch eignet sich das Verfahren nicht nur für Durchgangsbohrungen, sondern auch für definierte Sacklochgeometrien mit funktionalem Nutzen.
Darüber hinaus sind auch Gewindebohrungen ab M1 möglich. Selbst kleine Gewinde in gehärtetem Stahl oder Hartmetall lassen sich zuverlässig und reproduzierbar herstellen.
So entstehen beim Lohnerodieren nicht nur einfache Startlöcher, sondern präzise Bohrungen mit konkreter Funktion – überall dort, wo konventionelle Verfahren bei kleinen Durchmessern, hoher Härte oder großen Aspektverhältnissen an ihre Grenzen stoßen.
Mehr als Fräsen: ergänzende Fertigungsverfahren aus einer Hand
Ein entscheidender Vorteil unserer Fertigung ist die Möglichkeit, über die reine Fräsbearbeitung hinaus weitere Bearbeitungsschritte abzudecken. So entstehen weniger Schnittstellen, geringerer Abstimmungsaufwand und effizientere Abläufe.
Senkerodieren
Senkerodieren ist die richtige Lösung, wenn höchste Genauigkeit gefragt ist oder Werkstoffe so hart sind, dass sie spanend nur schwer oder gar nicht bearbeitet werden können. Das Verfahren eignet sich besonders für komplexe Konturen, präzise Geometrien im Werkzeug- und Formenbau.
Drahterodieren
Drahterodieren kommt immer dann zum Einsatz, wenn Bauteile sehr präzise gefertigt werden müssen oder harte, schwer zerspanbare Materialien bearbeitet werden sollen. Das Verfahren ist ideal für filigrane Konturen, enge Toleranzen und exakte Schnitte in leitfähigen Werkstoffen.
Bohrerodieren
Bohrerodieren eignet sich für sehr kleine und tiefe Bohrungen, die konventionell nicht oder nur mit großem Aufwand herstellbar sind. Das Verfahren wird vor allem dann eingesetzt, wenn hohe Präzision und prozesssichere Bohrungen in harten oder schwer bearbeitbaren Materialien gefragt sind.
Häufige Fragen zum Bohrerodieren
Wie groß ist der Funkenspalt beim Bohrerodieren?
Der Funkenspalt ist abhängig von Werkstoff und Bohrungsdurchmesser. In der Praxis liegt er typischerweise zwischen 0,005 mm und 0,10 mm. Gerade bei sehr kleinen Bohrungen und hohen Genauigkeitsanforderungen ist dieser Wert ein wichtiger Faktor für die Auslegung und Reproduzierbarkeit.
Welche Vorteile hat Öl beim Bohrerodieren?
Die Bearbeitung in Öl bietet beim Bohrerodieren mehrere Vorteile. Öl ermöglicht einen sehr stabilen Erodierprozess, unterstützt eine hohe Präzision und verbessert insbesondere bei kleinen Durchmessern die Prozesssicherheit. Zudem kann die Oberflächenqualität positiv beeinflusst werden. Gerade bei feinen Bohrungen, anspruchsvollen Werkstoffen und engen Toleranzen ist Öl deshalb ein großer Vorteil.
Worin liegt der Unterschied zwischen Startlochschießen und hochwertigem Bohrerodieren?
Beim einfachen Startlochschießen steht meist die schnelle Herstellung eines Startlochs im Vordergrund. Hochwertiges Bohrerodieren ermöglicht darüber hinaus deutlich mehr: höhere Präzision, bessere Reproduzierbarkeit, feinere Durchmesser, sehr hohe Aspektverhältnisse sowie Funktionsbohrungen, Sacklöcher und Gewindebohrungen.
Wann ist Bohrerodieren dem Tieflochbohren überlegen?
Vor allem bei kleinen Durchmessern unter 2 mm, bei sehr harten Werkstoffen und bei extrem hohen Aspektverhältnissen ist Bohrerodieren oft die bessere Lösung. Hier kann das Verfahren dort weitermachen, wo klassisches Tieflochbohren an seine Grenzen stößt.
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